Samstag, 13. Mai 2017

 Etappe 1 / 26 km (geplant – schliesslich waren es wohl gegen 10 mehr)

 Herdorf – Siegen (verpasste Etappe von letzter Tour)

 https://www.h-hotels.com/de/ramada/hotels/ramada-hotel-siegen

 siegen@h-hotels.com

 +49 271 5011-0

 H+ Hotel Siegen

 Kampenstraße 83

 D-57072 Siegen

  

Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof Siegen und sind mal gespannt, was der heutige Tag bringen wird. Da der Zug bereits um 08.10 h losfährt und der Schalter erst um 08.00 h öffnet, sind wir bewusst etwas früh und sind dann auch die ersten, welche am Schalter anstehen. Wir erklären der Dame am Schalter unser Missgeschick mit den Tickets vom Vortag, welche nur gestern gültig waren und sie bestätigt uns mit einem Stempel und einem entsprechenden Hinweis die Gültigkeit für die Fahrt von heute. Uns fällt auf, dass die Anzeigetafel des Bahnhofes ausser Betrieb ist – später erfahren wir dann, warum.

 

Von Siegen fahren wir nach Betzdorf und steigen dann um und sind kurz vor neun Uhr in Herdorf – kommt mir irgendwie bekannt vor … Wir marschieren der Hauptstrasse entlang das Dorf hinunter, vorbei am Hotel, in welchem ich letztes Jahr übernachtet habe und auch vorbei an der Bäckerei, bei welcher ich das Taxi bestellt habe, welches nicht gekommen ist. Hmm, sonderbarer Ort, hier kann man Männer und Frauen mieten – für EUR 19.95 pro Monat (siehe Foto) 😊.

 

Nach der Kirche überqueren wir den Fluss Heller, biegen dann in die Burgstrasse ein und dann geht’s, wie ich es schon kenne, steil bergauf. Im Unterschied zum letzten Jahr finden wir die Signalisation sehr gut. Schliesslich kommen wir zügig voran, stelle“n aber dabei fest, dass der Weg umgeleitet wurde. Und als wir an der Stelle ankommen, wo ich im letzten Jahr den Fehler begangen habe, waren wir wiederum etwas ratlos – die Verzweigungen waren nicht klar beschildert. Glücklicherweise kamen gerade ein paar Biker daher, diese gaben uns dann die richtige Richtung an. Vorbei an einem „Waldfussballplatz“ kamen wir vorbei am Druidenstein . Hier haben wir unsere erste Rast eingelegt. Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, dass das GPS auf meinem Handy den Weg nicht vollständig aufgezeichnet hat und die Distanzangaben nicht richtig sein konnten. Wir sind der Meinung, dass dieWege sehr gut ausgeschildert sind und folgen dem „X“. Wir übersehen dabei, dass es verschiedene Wanderwege in dieser Gegend gibt, welche mit „X“ bezeichnet sind – diese unterscheiden sich durch eine zusätzliche Nummerierung. Da der bisherige Weg grossenteils im Wald verlaufen ist, sind wir uns nicht ganz sicher, wissen aber dann, als wir in Betzdorf landen, dass wir die falsche „X“ erwischt haben, eigentlich müssten wir jetzt in Kirchen sein. Nun, dann halt – wir nehmen ein Taxi und lassen uns nach Kirchen chauffieren. Vom Weg her gesehen, sind wir nach Betzdorf wohl eher länger unterwegs gewesen, als dies auf direktem Weg nach Kirchen der Fall gewesen wäre. Somit nehmen wir das Taxi mit bestem Gewissen. Vorbei am Friedhof von Kirchen sind wir nun wieder auf dem richtigen Weg. Gleich ausserhalb des Dorfes treffen wir ein Stück Heimat an – eine Frau kommt mit einem Prachtsexemplar von Berner Sennenhund daher. Leider ist die Dame aber nicht sehr gesprächig und hält nichts von unseren Kontaktversuchen. Wir kommen nun sehr gut voran und machen Auf- und Abstiege und Auf- und Abstiege und merken bald einmal, dass dies eine Tagestour wird (der Umweg nach Betzdorf rächt sich nun langsam). Wir haben aber Zeit und wir geniessen den ersten Wandertag, umso mehr als dass wir ja nur mit leichtem Gepäck unterwegs und unsere Rucksäcke fast leer sind. Am späteren Nachmittag sind wir dann in Siegen eingetroffen. Jetzt hatten wir uns ein Bier redlich verdient. Nach dem Löschen des ersten Durstes ging’s dann ins Hotel unter die Dusche und für ein paar Längen ins Schwimmbad, bevor wir uns, natürlich wieder zu Fuss, aufmachten um Siegen besser kennenzulernen. Bei einem Argentinier versuchten wir einen Platz für das Nachtessen zu bekommen, leider vergebens, total ausgebucht. Schliesslich kamen wir aber doch noch auf unsere Rechnung und konnten im Sausalitos unseren Fleischhunger mit dem BBQ-Dream stillen. Bald einmal kam dann die Müdigkeit, wir gingen zurück ins Hotel und nach einem Asbach Uralt und einem Espresso (war keiner, aber sie haben dem so gesagt) war gegen 22 Uhr bereits Nachruhe.